Viele Arbeitslose können sich Medikamente nicht mehr leisten. Der Grund sind nach Angaben von Verbänden die steigenden Zuzahlungen für Arzneien. Und sie warnen: Es kommt noch schlimmer, denn es gibt bei Hartz IV derzeit keine zusätzlichen Mittel dafür.  Gut zu wissen, dass bei nachhaltiger Planung man gar nicht erst in diese Misselage kommen muss und es Möglichkeiten gibt, mit Vorsorge, Frischem Denken und Enzymen Tantiemen zu verdienen.

Immer mehr Arbeitslose sparen an Medikamenten, weil sie die Zuzahlungen scheuen. Das beklagen Erwerbslosenverbände und befürchten, dass eine Änderung der Arzneimittel-Erstattung dies weiter verschärft. In der Apotheke werden für diverse Arzneien neue Zuzahlungen fällig. „Das führt zu noch weniger medizinischer Versorgung für Hartz-IV-Empfänger”, sagte Harald Thomé vom Arbeitslosen-Selbsthilfeverein Tacheles der WAZ. „Viele gehen dann einfach nicht mehr zum Arzt, weil das Geld woanders fehlen würde”, so Martin Behrsing vom Erwerbslosenforum. Die Krankenkassen haben für viele Arzneien die Preisgrenzen gesenkt, bis zu denen sie erstatten. Packungen, die 30 Prozent unter dieser Grenze liegen, sind sogar zuzahlungsfrei. Das galt zuvor für 12 900 Präparate und nun nur noch für 8500. Für die übrigen müssen Patienten zwischen fünf und zehn Euro zuzahlen. Laut BKK-Bundesverband rutschen 3100 Packungen sogar über die Obergrenzen. In diesen Fällen wird nicht nur die übliche Zuzahlung fällig – der Patient muss zusätzlich den Fehlbetrag zum Herstelllerpreis übernehmen, zum Beispiel beim Blutdruckmittel Endak 58,91 Euro. Begründet wird dies damit, dass es günstige Ersatzpräparate gebe. Doch Ärzte bestreiten das in Einzelfällen. Arbeitslose trifft dies besonders, weil für diese Aufpreise die Härtefall-Regelung nicht gilt. Übliche Zuzahlungen sind auf zwei Prozent und für Chroniker auf ein Prozent des Einkommmens begrenzt – beim geringen Hartz-IV-Satz also auf maximal 6,94 Euro. Nehmen sie aber Arzneien, die ihre Kasse nicht voll übernimmt, greift die Überforderungsklausel nicht. Auch die Arbeitsbehörde springt nicht ein. „Dafür gibt es keine zusätzlichen Töpfe”, bestätigte ein Sprecher der Bundesarbeitsagentur der WAZ. Der Bundes-Apothekerverband Abda rät Betroffenen, ihren Arzt nach preiswerten Alternativ-Präparaten zu fragen.

Fazit “Arbeitslose” können da nur noch die Flucht nach vorne ergreifen, nämlich Empfehlungsmarketing für Arzneimittel, somit Refinanzierung der Produkte, Folge: Steigerung des Wohlbefinden und Geld für die wirklich wichtigen Dinge im Leben…