So 30 Aug 2009
Belegschaftseigentum als Anreiz für Wirtschaftlichkeit
Publiziert von hyperword under Wirtschaft
Immer mehr Politiker diskutieren das sogenannte Belegschaftseigentum. Das heisst, dass die Belegschaft am Eigentum des Erwirtschafteten beteiligt wird. Dies empfinden Besitzer von Unternehmen bisher noch als Enteignung. Dabei kann eine sinnvolle Heranführung der Mitarbeiter an Verantwortlichkeiten, Rechte und natürlich auch Pflichten das Bewusstsein und die Kraft von marktwirtschaftlichem Denken fördern. Verantwortung für selbst geschaffenes ist Grundvoraussetzung für einen starken Bürger, starke Bürgerrechte, etwas, was sich jede Gesellschaft wünschen sollte.
Die Beteiligung der Erwirtschafter am Produzierten war in der DDR nicht möglich, weil man es nicht nachverfolgen konnte mangels Computer und Tracking. Heute im Zeitalter, wo man jedwedige Tätigkeit nachkontrollieren “Tracken” kann, warum hier nicht jenen “Egoismus” fördern, der in der DDR ja fehlte, weil niemand etwas wirklich nachkontrolierbar besessen hat? Die Linke hat historisch einen schlechten Ruf, weswegen diese Forderung der Beteiligung von Angestellten an Verantwortlichkeiten eigentlich von der FDP kommen müsste. Ist es nicht genau die Grundfrage, dass heute ein Angestellter kein wirkliches GEsamtinteresse am Unternehmen hat, weil er es nicht besitzt oder vererben kann, oder er gar selbständig neue und oftmals gute Gedanken einbringt? Wer kann das besser als der Produzent selbst, der dadurch auch die Innovation steigen lassen könnte.
Sicher ist es ein “Verlust”, wenn man ein Unternehmen selbst hat, und Frau Schluckebier dieselben Möglicheiten hat, Geld zu verdienen wie ich. Doch was, wenn man 51% also immer ein 1 % mehr daran verdienen würde? Auch wenn Belegschaftseigentum derzeit noch diskutiert wird, gibt es mittlerweile aus den USA schon zahlreiche Unternehmen, die ihre Mitarbeiter, oder vielmehr ihre Nutzer und Kunden am Eigentum beteiligen. Dies muss nicht allein ein Rabatt für Mitarbeiter wie bei BMW oder anderen Automarken sein, sondern kann schon an kleinen Produktnutzungen umgesetzt werden. Gut zu wissen, dass Belegschaftseigentum und Mitarbeiterbeteiligung, wie auch immer man dies nennen mag, bei guten Konzepten zur privaten Vorsorge bereits umgesetzt wird.
