Di 8 Jul 2008
Jobs bei Siemens auf Tantiemen umgestellt?
Publiziert von hyperword under Wirtschaft
Immer mehr Menschen erkennen, dass die Globalisierung nach neuen Möglichkeiten fragt, Jobs skalierbar und angepasst an den globalen Wettbewerb zu schaffen. Siemens hat hier die Chance als weltweit führendes Technologieunternehmen Prinzipen von Tantiemen in neue Jobstrukturen zu integrieren. Was bisher bei der detailgenauen Nachverfolgbarkeit der Autobahnmaut gelang, wird zukünftig auch bei Tätigkeiten von Mitarbeitern möglich sein. Wo Türen zugehen, und Jobs abgebaut werden, gehen auch neue Türen auf… Der alte deutsche Volkskonzern Siemens ist in massiven Stellenumbau begriffen. Die einen würden es Stellenabbau nennen, die anderen Verschlankung von Siemens. Siemens hat sich an die Globalisierung angepasst. Als alt eingesessenes Deutsches Unternehmen im Wirtschaftswunder wurden Siemens-Jobs noch von Generation zu Generation weitervererbt. Diese Prinzipien von Tradition und Vererbung könnten sich zukünftig ändern. Denn immer mehr Stellen bei Siemens werden nicht mehr fix und starr gezahlt, sondern abhängig vom daraus generierten Umsatz. Besonders oftmals ineffektive Stellen in der Verwaltung oder im Vertrieb werden durch Kontrollmechanismen ersetzt werden, die es den Aktionären gestatten, den Kurs der Aktie in die Höhe schnellen zu sehen. Die Frage dabei bleibt allerdings, ob es nicht fairer wäre, wenn die Aktie steigt, weil Mitarbeiter entlassen werden, sondern weil Mitarbeiter so eingestellt werden, dass ihre wertvolle Tätigkeit sich auch in messbaren Werten messen lässt. Technisch gesehen ist das schon möglich, wie die Autobahnmaut zeigt. Hier lassen sich Tätigkeiten, in diesem Falle Fahren, europaweit messen und finanziell erfassen.
Siemens hat mit seinen zahlreichen Ingenieuren das Potential, diese Skalierbarkeit auch in seine Tätigkeiten zu integrieren. Bald schon wird man sicherlich feststellen, nachverfolgen und “Tracken” können, wer was wann mit welcher Folge zum Er-Folgen geführt hat und den Verursacher dieser Taten dafür entlohnen können. So wird man sicherlich bald technische Geräte, Händy oder Waschmaschinen, Geschirrspüler entwickeln, die skalierbar nachverfolgbar machen, wieviel Gespräche, Geschirr oder Wäsche darin gewaschen worden ist und der Verbraucher könnte dafür bezahlt werden, Siemensgeräte nicht nur zu schätzen, sondern sogar weiterzuempfehlen. Natürlich würde dies bedeuten, das Siemens vom Verbraucher eine Art “Treue” verlangt, sprich eine Art Abonnement für die tägliche Nutzung. Als Dank könnte Siemens eine Tantieme ausschütten, vereinbart mit den Stromwerken, die ja ohne die Siemensgeräte gar keinen Umsatz machen würden…
Wem das alles noch zu neu ist, dem sei empofohlen, sich diese Prinzipien mit einem Unternehmen zu koppeln, dass JETZT schon erstklassige Verbrauchsprodukte hat, für deren Empfehlung und Nachverfolgbarkeit der Empfehlung der Hersteller Tantiemen zahlt… Gut zu wissen, wenn diese Tantiemen sogar noch etwas mit dem Inhalt von Siemenskühlschränken, nämlich Enzymen zu tun haben…
