Der Mindestlohn soll jedem Arbeitnehmer ein Mindesteinkommen sichern. Dieser Wunsch ist an sich gut, wenn da nicht die Globalisierung wäre. Doch während man sich in Deutschland lange über Mindestlohn streiten mag, so könnten sich Menschen in Polen sogar darüber freuen. Eine Polarisierung, die auch Argumente  für Tantiemenmodelle hervorzaubern kann…

Wer sich für die Debatte des Mindestlohn engagiert, den wird sicher auch interessieren, wei man sowohl auf Arbeitgeber, als auch auf Arbeitnehmerseite eine Win-Win-Situation schaffen könnte. Wie wäre es, wenn man statt Mindestlohn eine Tantieme zahlen würde? Und zwar auch dann, wenn die Arbeit bereits getan ist, und noch Jahre danach? Normalerweise weiss um dieses Geheimnis nur der Arbeitgeber, der ja schliesslich einen Angestellten nutzt, um seine Arbeitszeit und Arbeitskraft zu delegieren. Denn sonst würde er ja alles selbst tun. Doch auch immer mehr Arbeitnehmer wissen um das Geheimnis, das die Informationsgesellschaft schafft, nämlich die Möglichkeit, Dinge nachzuverfolgen, zu tracken und bis in xte Ebene bezahlbar zu machen.

Beispiele für skalierbaren Mindestlohn.

Skalierbarer nachverfolgbarer Mindestlohn wird mehr und mehr hoffähig und immer mehr Menschen interessieren sich, wie man diese Prinzipien in die einzelnen Branchen übertragen könnte.
Da das natürlich nicht überall geht, werden sich immer mehr Menschen für solide Tantiemenmodelle interessieren (müssen).

Im Baugewerbe

Ein Mindestlohn mag im Bauhauptgewerbe z.B. heissen, dass Bauarbeiter z.B. nicht nur einen Stundenlohn erhalten, sondern zusätzlich kombiniert nicht mit dem bekannten “Kombilohn” der Arbeitsagenturen, sondern mit einer Beteiligung an den Mieteinnahmen…

Für KFZ-Mechaniker
Für KFZ-Mechaniker hiesse ein solcher Mindestlohn z.B. eine Beteiligung an allen Fahrten, die aufgrund einer Reparatur zustande kämen….

Im  Bäckerhandwerk

Im Bäckerhandwerk hiesse das eine Beteiligung auch dann, wenn die Brötchen ihre zweite Ebene erfülllten… und sogar manch Gebäudereiniger noch einen Bezug zum Handwerk des Bäckers herstellen könnte…. Konditoren würden an den Ergebnissen der Kaffeekränzchen der Frauen des Vorstands beteilgt, der wieder neue Mitarbeiter aus Polen einstellt…
Im Elektohandwerk

Im Elektrohandwerk bedeutete ein solcher skalierbarer Mindestlohn, dass die Stromkonzerne an der Glühbirne beteiligen müsste, die durch das Fachwerk wieder glüht….

Bei Dachdecker

Dachdecker würden auch an den Mieteinnahmen beteiligt, die entstehen, weil ein Dacht dicht ist. Doch  man sieht schon, so ganz dicht, scheint die Idee mit dem Mindestlohn noch nicht zu sein, wenn nicht sogar rechtswidrig, denn Mindestlohn ist etwas, was ein absolutes Instrument in einer relativen Wirtschaft ist. Mindestlohn wäre ohne Globalisierung und Konkurrenz sicherlich eine wunderbare Sache. Doch wer sich für Pro-Mindestlohn ausspricht, wäre derjenige auch bereit, wenn er zwei Putzfrauen oder eine Verkaeuferin oder eine Sekretärin hat, ihnen mehr zu zahlen, wenn der Gewinn es nicht zuliess?

Im Friseurhandwerk

Sicherlich kann man immer an seinen Einnahmen “frisieren”. Doch letzlich zahlt den Mindestlohn der Kunde, der wiederum mehr Geld braucht, um den Mitarbeiter, der jetzt mehr verdient, zahlen zu können. Das heisst z.B. im Friseurhandwerk, dass mehr menschen zur preiswerteren Konkurrenz gehen könnte…

Branchenabhängig

Ein Mindestlohn ist sicherlich branchenabhängig. Bei regional und delegierbaren Tätigkeiten ist er wenig sinnvoll in einer Gesellschaft, die von Globalsierung lebt. Bei protektiven Branchen ist er sicher sinnvoll. Doch am besten ist es wohl, wenn man gar keinen Mindestlohn bräuchte, weil Tätigkeiten einfach skalierbar und anfragebasiert gezahlt würden, weil die Informationsgesellschaft die Leistung nachverfolgbar macht…  Gut zu wissen, dass es solche Modelle immer mehr geben wird und die zukünftigen “Kriege” in der Information um Wissen stattfinden, statt um Handwerk, denn das machen Maschinen und schliesslich spricht man eh bald vom Ende der Arbeit durch Rationalisierung….