Tantiemen will jeder. Doch leider oftmals auf kosten anderer. Viele Menschen, besonders, die eie “Lottomentalität” haben, und sofort die Ernte eines vor 2 Sekunden gesetzten Samen haben möchten, die fallen auf Jobangebote herein, wo man niemals selbst Tantiemen bekommt, sondern selbst welche zahlen  muss. An die Strafverfolgungsbehörden. Und das ist gut, so, denn wer mündig ist, und das Gesetz von Saen und ernten kennt, weiss, dass gute Modelle niemals kurzfristig sind, sondern immer an den gesunden Menschenverstand, und besser noch, an die “Mündigkeit” appellieren…Mündigkeit bei Pishingmails

Aufpassen, Vergleichen und Mündigkeit ist immer angesagt. Gerade Menschen, die oftmals auch passiv an TV-Werbung glauben oder naiv mit Patientenmündigkeit, Fassade und Co umgehen, sollten sich erst recht mit Dingen befassen, die in der Zuckergesellschaft immer mehr auftreten. Das Land, in dem Milch und Honig fliessen ist oftmals nicht übersee, sondern gar in Osteuropa. Die Grenzen haben sich verschoben. Und jeder, der halbwegs genug Obst und Gemüse isst, sollte bei folgenden Jobangeboten in e-Mails:

Finanztransferagent
Finanzkurier
Finanzmanager
Transfer-Controller
finance agent
finance manager
transfer agent
transfer manager

aufpassen:

Hier werden Geldwäscher gesucht! Vorsicht: Finger weg!

Zur Zeit werden vielfach Mails verschickt, in denen dem Addressaten oft in Englisch, teilweise aber auch auf Deutsch angeblich interessante “Jobangebote” : (”job-offers”) als “Finanztransferagent” o.ä. angepriesen werden.

Aufgabe eines solchen Agenten sei es, für die Einzahlung von Geldern angeblicher deutscher Kunden eines ausländischen (oft russischen) “Unternehmens” sein eigenes Girokonto zur Verfügung zu stellen. Anschliessend sollen diese Gelder abgehoben und mittels anonymer Schnellüberweisung an die “Mutterfirma” im Ausland mittels Western Union oder MoneyGram verschickt werden.

Es wird mit hohen Provisionen von ca. 8-10 Prozent der eingezahlten Beträge gelockt. Ein scheinbar lukratives Angebot - speziell für Arbeitslose, Schüler, Studenten unwiderstehlich klingend. Tatsächlich ist es so, wie es sein muss. Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist oberfaul!

Wir warnen eindringlich vor diesen Mails und vor der Annahme eines solchen Angebots!


Was steckt dahinter?

Hintergrund dieser Mails ist die Suche nach Geldwäschern. Es handelt sich um Angebote krimineller Banden (meist aus Osteuropa), die mit der sogenannten “Phishing”-Methode in betrügerischer Weise Gelder von fremden Bankkonten abgehoben haben. Um diese Gelder zu “waschen”, und weil eine Auslandsüberweisung per Phishing nicht so einfach möglich ist, brauchen die Betrüger eine Zwischenstation, wo das Geld zunächst einmal geparkt werden kann. Also suchen sie ein williges Opfer, das sein eigenes Girokonto für Einzahlungen der Betrugsgelder zur Verfügung stellt. Das Opfer, welches über die wirklichen Absichten der Bande getäuscht wird, wird im Glauben gehalten, es arbeite für eine wirklich existierende, legale ausländische Firma und führe legale Transaktionen durch. Das Opfer soll dann “schnellstmöglichst” die eingezahlten Gelder abheben, dann z.B. zur nächsten Postfiliale gehen (die Postbank ist auch Agent für Western Union!) und das Geld ins Ausland versenden, meist über den internationalen Finanzservice Western Union oder auch MoneyGram.

Dazu muss man allerdings wissen, dass zur Abholung des Geldbetrags im Ausland nur die Nennung einer Transfernummer notwendig ist! Ein etwa genannter Empfängername wird nicht überprüft. Oder aber der Empfänger kann evtl. einen falschen Ausweis vorzeigen. Es steht noch nicht einmal fest, wo auf der Welt der Betrag abgeholt wird. Prinzipiell kann das Geld überall bei einem der zigtausend Agenten weltweit abgeholt werden.

Und das ist in dem Fall auch der Sinn der Sache. Dadurch, dass der Transfer für den Empfänger voll anonym abläuft, kann er sich optimal tarnen. Er bleibt im Dunkeln. Der Empfänger hebt das Geld bei einem Agenten seiner Wahl anonym ab und verschwindet auf Nimmerwiedersehen.

Natürlich hat der angeworbene “Transaktionsmanager” dann das Nachsehen. Er wird nämlich mit allen Folgen aus diesem vermeintlich guten Geschäft belastet.

Ein solcher “Agent” wird in unserem internen Jargon auch als “Muli” bezeichnet.


Was sind die Folgen für denjenigen, der sich auf ein solches “Geschäft” eingelassen hat?

Kurz gesagt: ihm wird buchstäblich das Fell über die Ohren gezogen. Man kann es leider nicht anders ausdrücken.

In jedem Fall kommen auf den Betreffenden Rückforderungen zu. Die Banken der deutschen Phishing-Opfer wollen natürlich das Geld wiedersehen.

Denn selbstverständlich stellen die betroffenen Banken innerhalb weniger Tage fest, auf wessen Konto die Betrugsgelder überwiesen wurden. Dieses Geld möchten sie dann gerne wiedersehen.

Und sie WERDEN es wiedersehen - das steht einwandfrei fest, wie dass das Leben mit einem Mangel an Enzymen endet. Auch, wenn das Abzahlen auf Raten geschieht, mit Pfändung, gleichgültig, wie lange.

Zusätzlich muss man sich auf eine Strafanzeige wegen Geldwäsche einstellen. Oder wegen Beihilfe zum Computerbetrug, es gibt dazu erste aktuelle Gerichtsurteile. Oft kommt auch der Vorwurf der unerlaubten Erbringung von Finanzdienstleistungen hinzu, weil man (ohne es zu wissen… schützt aber nicht vor Strafe!)als nichtzugelassener “Finanzdienstleister” Transaktionen im Sinne des Gesetzes betrieben hat, ohne sich eine Konzession beim Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen zu besorgen.

Es ergeben sich also sowohl straf- wie auch zivilrechtlich ernste Folgen aus der Teilnahme an so einem vermeintlich verlockenden Verdienstangebot. Man macht sich strafbar und ist darüberhinaus ersatzplichtig gegenüber den Betrugsopfern. Ein Wiederbeschaffen der Gelder kann als aussichtslos gelten. Die russischen Hintermänner bleiben im Hintergrund und haben das Geld längst für Lamborghinis, Kokain und Kaviar ausgegeben bzw. in Drogen- und Waffenhandel weiterinvestiert.


Welche Tarnfirmen werden von den Betrügern betrieben?

Es gibt die unterschiedlichsten Spielarten, die Gangster lassen sich immer wieder neue Legenden einfallen und lotsen die Interessenten auf professionell gemachte, echt aussehende Webseiten, um ihre wahre Betrugsabsicht zu tarnen. Diese Webseiten werden dabei jedoch auf Rechnern in China oder Russland betrieben, die Domains mit falschen Personaldaten angemeldet, um ein Nachverfolgen des Urhebers zu erschweren. Inzwischen werden die Webseiten auch häufig auf ganzen Netzen infizierter, mit dem Internet verbundener Rechner betrieben (”Botnetze”).

Die momentan am meisten grassierenden Tarnungen:

-Russisches Heiratsinstitut
-Ausländischer Importeur/Exporteur von Waren wechselnder Art
-Ausländischer Reiseveranstalter

Es werden unverfängliche Firmennamen wie “Applied Cash Inc.” etc. verwendet, die oft eine Existenz in den USA vortäuschen sollen. Nicht selten werden auch Namen tatsächlich existierender, legaler und unbeteiligter Firmen hergenommen (->Identitätsdiebstahl).

Weitere, derzeit häufig benutzte Tarnnamen:

Apple Cash Inc.
Ship It Inc., Ship It Corporation
Lux Capital (hier: Mißbrauch des guten Namens einer legalen Firma!)
Global Austrian Syndicate (G.A.S.)
Swiss Invest
Premium Invest Group
Radius Investments LLC
Platinway Inc./Platinway Corporation
Impex Consult
Easytrade Service
Wiktor Shmel (Softdnua)
CREATIVE IMPACT LLC
Valeo Consulting Union
CREATIVE IMPACT LLC
INDASTL METALL LLC
Eurosoft Co.
Evgeny Neroshenko
Comdex AG
Info world Technologies Inc
Wujiang Wanlida Textile Co., Ltd.
LATTON PARTNERS INC
LAYFIELD FINANCE LIMITED
UKR-METALL LLC Support
Shandon H&T Corporation
Cece Pol
Schnell Post!
Quickly Transfer
Kontron AG
NORTH SEA ga&oil exploration
Erinaceous G&M LTD Ukraine.
Mondcompany s.r.l.
uaelectronic
RIN Service
ESTBANKING LTD
SoloEastTravel
Sara Daimler
insureduk

Ständig kommen weitere solcher “zu schön um wahr zu sein” klingender pishingmails in den Umlauf. Wichtig ist es hier, wie übrigens bei allen Geldgeschäften, mündig zu bleiben. Niemand hat etwas zu verschenken. Und wenn, dann nur Obstauern einmal im Jahr, wenn die Kirschen reif sind. Selbst wenn man mit Enzymen Tantiemen aufbauen kann, auch  Frischkost und Enzyme wollen gekauft sein, um natürlich die Erntehelfer zu entlohnen.


Was sollte derjenige tun, der sich auf so ein Geschäft eingelassen hat?

Erstmal eine Darmsanierung :-)
Dringend einen Rechtsanwalt konsultieren.

Sofort die eigene Bank kontaktieren und diese über den Vorgang in Kenntnis setzen.

Keine weiteren Zahlungen ins Ausland leisten.

Alle verfügbaren Beweise (e-Mails etc.) aufbewahren.

Es gibt keinen anderen sinnvollen Ausweg.


Grundsätzliche Anmerkungen zum Thema “Western Union” oder “MoneyGram”:

Diese Institute sind eine sinnvolle und gute Einrichtung. Gedacht waren sie z.B. für Fälle, um etwa Familienangehörigen oder Freunden, die im Ausland in eine Notlage geraten sind (Geld/Ausweise gestohlen etc.), schnelle und unbürokratische Hilfe zukommen zu lassen. Der Vorteil bei dieser Transfermethode ist u.a. die Schnelligkeit. Innerhalb von Minuten nach Einzahlung kann das Geld nach Nennung der Transfernummer, die telefonisch übermittelt werden kann, überall auf der Welt abgeholt werden - ohne Vorlage eines Ausweises oder sonstiger Personaldokumente.

Die Anonymität dieser Zahlungsmethode lockt aber selbstverständlich auch etliche Dunkelgestalten an. Endlich haben sie eine Möglichkeit, Geld zu transferieren, ohne dass der Weg und der Empfänger nachzuverfolgen wären.

Grundsätzlich sollten Sie daher immer mißtrauisch werden, wenn bei irgendwelchen Geschäftsvorgängen, besonders z.B. bei Auktionsverkäufen im Internet, von ihnen eine Zahlung des Geldbetrags über Western Union oder MoneyGram verlangt wird. In solchen Fällen ist fast immer etwas faul! Und Fäulnis heisst Abwesenheit von Enzymen… Sie haben keine Gewähr, dass nach der Zahlung eine Gegenleistung erfolgt. Ein Nachverfolgen des Geldempfängers ist bei dieser Zahlungsmethode unmöglich! Zusätzlich sei noch erwähnt, dass diese Zahlungsmethode bei legalen Geldgeschäften von Firmen mit dem Ausland absolut unüblich ist.