Das Pharmakartell wird von oftmal, vielleicht auch zurecht, kritisiert. Es ist eine Industrie, die starke Wurzeln hat und erst durch Fernsehverfilmungen wie die Krupp-Familie seine sympatischen Seiten verständlich gemacht hat. Man kann einiges vom Pharmakartell hinsichtlich des angedachten Mindestlohnmodells lernen. Das Pharmakartell ist eine  Industrie, die es geschafft hat, Preise in dem Falle zwar nicht für Mindestlöhne, wohl aber für Medikamente, hoch zu halten. Und das wiederum sicherst Arbeitsplätze in jenem süddeutschem Land, das heute auch als das stärkste wirtschaftlichste Land Deutschlands gilt. Die Region München um Bayern schliesslich profitiert davon, wenn es für gute Leistungen auch gute Preise gibt. Man mag vom Wirtschaftswachstum der Pharmaindustrie halten was man will, doch ist sie vielleicht ein Beweis, dass Mindestlöhne in den Branchen zwar einerseits, ählnich wie in der Apotheke, die Verbraucher, stöhnen lassen ob hoher Preise. Doch wo auf der einen Seite Hürden und Qualitäts und Mindeststandards eingeführt werden, entsteht auch wiederum eine neue Kultur, private Vorsorge aufzubauen, egal ob Mindestlöhne nun eingeführt werden oder nicht. Übrigens könnte man beides auch mit der Buchpreisbindung vergleichen, die es ebenso ermöglicht hat, deutschlandweit für jedes Buch denselben Preis zahlen zu müssen und dadurch Arbeitsplätze von Verlegern zu schützen. Wäre das also nicht ein Anreiz den Besuch des Pharmareferenten beim Arzt das nächste mal einmal so zu betrachten?