Sa 20 Jan 2007
Arte Reportage: Reiche essen keine Hamburger
Publiziert von nutriviva under Pflanzenkunde, Stoffe des Lebens, TV-& Zuckergesellschaft, Zeitgeist
Folgen und Tantiemen von Fastfoodernährung rücken immer mehr ins Bewusstsein. Leider nur auf Sendern wie Arte, die vom Mainstream nicht gesehen werden… Wer Tantiemen verdienen möchte, sollte sich auch mit der Reportage auf Arte “Reiche essen keine Hamburger” befassen… Immer mehr Menschen haben keine Zeit, sich mit Slowfood und Nachhaltigkeit zu befassen, dringend sind Möglichkeiten gefragt, darauf aufzumachen und mit diesem Wissen Geld zu verdienen…
Selbst der Fernsehsender Arte bringt nach und nach immer mehr Information, was wirklich vor sich geht in Fragen von Einnahme gesundheitlich und finanziell. Die Dokumentation “Reiche essen keine Hamburger” lässt Menschen aufhorchen, warum es wichtig ist, sich frühzeitig mit Prinzipien von Einnahmen, nicht nur finanziell, sondern auch ernährungsphysiologisch zu befassen. Die Reportage wirft einen Blick auf die kulinarische Lage Amerikas. Während sich ein grosser Teil der US-amerikanischen Bevölkerung dem Fastfood zugewandt hat und Übergewicht und Bluthochdruck zu Volkskrankheiten avanciert sind, entwickelt sich eine neue Minderheit, sie sich gesundheitsbewusst ernährt. Doch es wird deutlich, dass gesunde Ernährung offensichtlich auch eine finanzielle Frage ist.
Diabetes & Bluthochdruck bald erste Todesursache
Amerika, das Land des Fastfood, leidet an Fettsucht. Zwei Drittel der US-Bürger haben Übergewicht. Diabetes und Bluthochdruck werden bald Krebserkrankungen von der ersten Stelle als vorzeitige Todesursache verdrängen. Die einzigen Gemüsesorten, die vielen Kindern geläufig sind, sind die Tomaten im Ketchup und die Kartoffeln, aus denen mutmasslich Pommes Frites gemacht werden. Wer hier nachhaltige Vorsorge betreiben möchte, der sollte auch in Europa fragen, wann diese Unternehmen das Leben noch schneller machen.
Alice Waters beste Köchin Amerikas
Im Reich des kulinarischen Bösen ist nun eine Widerstandskämpferin aufgestanden: die zur besten Köchin Amerikas ausgerufene Alice Waters. Von ihrem noblen “Bio”-Restaurant in der Nähe von San Fransisco aus führt sie ihren Kampf gegen Fastfood. Der schnelle Happen, der “fast, cheep and easy” (schnell, bequem und billig) ist, so Ronald McDonald, bestimmt die amerikanische Esskultur. Dafür zahlt die amerikanische Gesellschaft einen hohen Preis: gesundheitlich, wirtschaftlich und ökologisch.
Wer arm ist, muss früher sterben
Studien zeigen, dass vor allem in den Ghettos der Armen ungesund gegessen wird, je ärmer die Menschen sind, desto fetter sind sie. Wer bei McDonald’s isst, soll sich der Konsequenzen bewusst sein, predigt Alice Waters:
“Eating is a political act.”
Doch Tatsache bleibt, dass sich die Klientel von Alice Waters fast ausschliesslich auf gut betuchte so genannte “bessere Kreise” beschränkt. Können sich weniger Privilegierte überhaupt leisten, biologisch einzukaufen?
Alice Waters wirbt mit Vorliebe bei ohnehin nicht von ungesunder Lebensweise betroffenen Leuten für ihre Ideale. Was bleibt von der Formel des Essens als politischem Akt im Spannungsverhältnis von Kommerz und Mission?
Gut, wer hier weiss, dass es auch für Normalbürger Möglichkeiten gibt, sich Tantiemen aufzubauen, um sich zumindestens einmal vernünftige Kost leisten zu können…
