Wer überlegt, Spediteur zu werden, eine Ausbildungstelle oder einen Quereinstieg ins Speditionswesen wagt, der sollte die Tantiemen der Speditionsbranche kennen. Ein Selbsteintritt als Spediteur ist heute keineswegs mehr so empfehlenswert, wie noch in Zeiten als Umwelttechnologie noch Tabu war. Immer mehr Spediteure müssen die Tantiemen eines neuen Denkens auskosten, sie werden arbeitslos und müssen nach neuen Möglichkeiten in der Speditionsbranche suchen. Ein guter Weg kann es sein, seine Spesen durch Aufzeigen von Tantiemenmodellen zu verdienen, die egal ob Speditionskaufmann oder Speditionsquereinsteiger am besten zu schätzen wissen…

Arbeitsgebiete eines Spediteurs in Zeiten von Globalisierung

Wer heute als Spediteur arbeitet und einen Job sucht, braucht nicht in Berlin zu schauen, sondern muss, wenn, dann schon nach Afrika oder gar in die Türkei gehen, um dort seinem Brot noch vernünftig bezahlt nachgehen zu können. Durch die neuen Umwelttechnologien haben sich die Arbeitsgebiete des Berufsbildes Spediteur derart geändert, das weder Ausbildung noch Selbsteintritt wirklich lohnen. Einen Hungerlohn bekommen Spediteure für Fahrten bezahlt, die nachts, bei Stau es fehlt nur noch Übersee machen müssen. Übernächtigt haben viele Spediteure dann kaum noch Nerv, sich mit den wirklichen Tantiemen der heutigen Umwelt-; informations-, und Mautpolitik zu befassen. Erst diese neuen Techniken bewirkten in den letzen Jahren einen Umstieg vieler Unternehmen auf minimale Kosten, keine Pauschalspesen mehr, sondern abgerechnete skalierbare Kostenverfolgungsmodelle, die zwar wenn richtig umgesetzt, perfekt wären, jedoch nicht vollends ausgeschöpft werden.

Mautgebühr als Tacho für Tantiemen

Ein Spediteur wird sehr gut die Tantiemen der Mautgebühr kennen, nicht weil er damit sein Arbeitsgebiet grundlegend auf Skalierbarkeit einstellt, sondern er damit auch versteht, was gute Tantiemenmodelle für Spediteure bewirken könnten. Könnte das Autobahnmautsystem samt Fahrtenschreiber nämlich nicht nur nachverfolgen, wo wer war, sondern auch, wieviel die schwere Speditionsarbeit letzlich an Mehrwert für den Jobgeber des Spediteurs gebracht hat, würden viele Spediteure eine kräftige Unternehmensbeteiligung verlangen können. Man stelle sich einen Spediteur von Berlin nach Afrika vor, gepackt mit Schokoriegeln. Und an jedem würde er nur 1 Cent verdienen, wenn Kinder durch ihn auf einmal Schokolade zu schätzen lernen wüssten…. Und der Schokoladenhersteller würde den Spediteur von nun an dafür bezahlen, wenn in Afrika Schokolade gegessen würde… dann würden Spediteure verstehen, was gute Tantiemenmodelle auszeichnen sollte. Denn letzlich ist es doch das Ziel eines jeden Spediteurs, nicht nur frei auf der Autobahn zu sein, sondern auch den Weg frei zu bekommen für Reisen, und die Welt kennenlernen. Und zwar nicht vom LKW, sondern vielleicht vom Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff…

Rechte und Pflichten oftmals gegen große Freiheit

Doch leider stehen Rechte und Pfllichten eines Spediteurs oftmals gegen den Traum von der großen Freiheit. Da nutzt´s auch nicht seinen LKW von der großen Freiheit in Hamburg in die Sexyweltstadt Berlin zu kutschieren. Recht und Pflicht mögen in Zeitalter von LKW-Maut noch Strenger und züchtiger sein, als man Königsgüter noch per goldener Pferdekutsche transportierte. Damals, als noch 2 “PS”, 2 “Pferdestärken” den Wagen antrieben, ging es Spediteuren oftmals königlicher als heute. Klaro, sie erhielten eine kräftige Tantieme an den Strapazen, sich über Stock und Stein von Schloss zu Schloss zu galoppieren.

Transport von Wissen in die Neuzeit

Angekommen in der Neuzeit kann ein Spediteur jedoch einiges tun, sich wieder wie ein König fühlen zu können. Er muss nicht mal mehr wie früher “von Höckschen zu Stöckchen”, um in geschwungenem Barockdeutsch, Kirchen- oder Ärztelatein sich selbst auf einen scheinbaren Wissenssockel zu stellen. Im Gegenteil, es ist so einfach wie Smalltalk, ohne Fachchinesisch, einfach Smalltalken über Wesen von Transport und Transfer etwas, was Spediteure von Haus aus schon in ihre LKW-Kabine gelegt bekommen haben…. Der Schlüssel zum Erfolg ist es, nicht nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, sondern vor allem zu beiden Koordinaten einem Zuhörer die richtige Geschichte erfragen zu lassen. Fragt z.B. ein Gesprächspartner, der zufällig Spediteur ist, welche Möglichkeiten es heutzutage gibt, als Spediteur ethisch Geld zu verdienen, macht es keinen Sinn mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern den Spediteur, selbst die Antwort geben zu lassen. Wichtig ist es, hier ein hochwertiges Gespräch zu führen, sich in die Arbeitsgebiete eines Spediteurs eindenken zu können. Und vor allem auch am Ziel anzukommen. Nämlich der Frage, wie kann ein Spediteur heutzutage ein “Selbstläufereinkommen” aufbauen, etwas “Selbstlaufendes”, das Spediteure bisher nur von der Autobahn kennen…

Selbstläufereinkommen für Spediteure

Ein Ansatz kann z.B. die Antwort auf die Frage nach Selbstläufereinkommen mit folgender Geschichte sein:

Wir sind 35 bzw. 37 Jahre alt, kennen uns schon über 20 Jahre, sind seit 1994 verheiratet und haben zwei wunderbare Töchter im Alter von 9 und 11 Jahren.

Andy ist 1993 nach Abschluss des Studiums als Diplom-Betriebswirt in den elterlichen Speditionsbetrieb eingestiegen und hat diesen zusammen mit seinem Bruder 1998 übernommen. Auch ich als Industriekauffrau war bis zur Geburt unserer ersten Tochter in Vollzeit im Betrieb beschäftigt, bis heute dann in Teilzeit.

Es waren turbulente Jahre, in denen Andy 120% in die Selbständigkeit investierte. Von morgens 7.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr, und nachts auch noch erreichbar, war keine Seltenheit. Er liebt seine Arbeit bis heute, jedoch ist aufgrund von Dieselpreiserhöhungen und Einführung der Maut die Speditionsbranche nicht gerade einfacher geworden. Die zunehmenden Probleme hat er mit noch mehr Zeiteinsatz kompensiert. Er hat nicht nur Zeit gegen Geld und beruflichen Erfolg getauscht, sondern auch seine Gesundheit. Familie und Freunde kamen dabei ebenfalls zu kurz.

Das hat mich dazu bewogen, uns allen einen 2 Wochen Türkei-Urlaub zu verordnen (abgesehen von unserer Hochzeitsreise der erste Urlaub, der länger als 5 Tage dauerte). Ein Urlaub, der unser Leben verändern sollte. Uns war im Oktober nicht bewusst, dass wir da Urlaub machten, wo uns ein Speditionskaufmann genau da abholte, wo wir vom Erkenntnisstand waren. Wir selbst kannten damals noch nicht mal das Wort Tantiemen, doch die Gespräche waren wirklich gut einfühlsam und wir fühlten uns echt in unseren Belangen, Arbeitsgebieten und Nöten als Spediteur verstanden.

Es sollte auch nicht lange dauern, bis wir die Familie des Spediteurs kennen lernten. Als die beiden uns von ihrem schönen Leben an der Türkischen Riviera berichteten, war das für uns zwar interessant, aber wir hatten noch kein wirkliches „Warum“. Das änderte sich 2 Tage später, als ich für Andy wegen eines schweren gesundheitlichen Rückschlages den Notarzt rufen musste. Er kam gerade noch so am Krankenhaus vorbei. In den nächsten 2 Tagen ging uns das „langfristige Einkommen“, das der Spediteursfamilie so viel Zeit schenkte, nicht mehr aus dem Kopf. Diese Zeit hätten wir auch gerne, zumindest einen Teil davon. Unser „Warum“ war geboren. Endlich Zeit für Familie und Freunde zu haben; endlich eine Möglichkeit gefunden zu haben, im Beruf als Spediteur nicht immer 120% bringen zu müssen und sich dabei noch die Gesundheit zu ruinieren – das war und ist unser Traum. Dieser Traum wird nun mehr und mehr Wirklichkeit.

Je näher wir unserem Ziel kommen, desto deutlicher erkennen wir, dass gute Tantiemenmodelle viel mehr sind, als nur Tankstellenbusiness oder Sprit. Gute Tantiemenmodelle sind eine Lebensphilosophie, in der man nur gemeinsam zum Erfolg gelangt. Egoistische Ziele haben hier keine Chance. Gute Tantiemenmodelle geben uns die Möglichkeit uns selbst und unsere Mitmenschen noch besser kennen zu lernen – eine sehr spannende Erfahrung. Wir sind auf dem besten Weg alle unsere Ziele und die unserer Freunde zu erreichen und sind sehr darauf gespannt, was uns dieses geniale Konzept noch alles zu bieten hat.