Sa 16 Jun 2007
Tantiemen durch Charity Shopping
Publiziert von nutriviva under Stoffe des Lebens
Charityshopping ist nicht Shopping für “Chery” für den “Schatz”, sondern, um gut Kirsche zu essen, mit Menschen, die weniger haben. Wer Charityshoppig kennt und nutzt, der hat beste Voraussetzung, sich auch für Tantiemenmodelle zu interessieren, die ähnlich funktionieren. So gibt es ein Online-Portal, das Shoppen mit karitativen Projekten, Einkaufen und helfen, verbindet, an welches man aber nur auf Empfehlung gelangt…
Bei einem Online-Portal aus Hamburg können Verbraucher durch so genanntes “Charity Shopping” soziale und ökologische Projekte fördern. Zum Sortiment gehören Haushaltswaren von Designerfirmen und Geschenkartikel. Die Käufer können sich aus einer Liste ein Hilfsprojekt aussuchen, das sie unterstützen möchten. Firmen erhoffen sich von dem Projekt einen Image-Gewinn, die Gründer möchten die Fundraising-Szene aufwerten. Wer hier kauft, der wird sich auch generell für Fragen interessieren, wohin das Geld eigentlich bei beliebigen Käufen wandert. In die Gelder des Fabrikherren, von TV- & Fassadenwerbung, oder einfach in die Menschen, die Produkte zu schätzen wissen…
“Durch anteiligen Gewinnverzicht der Verkäufer kann bei jedem Kauf ein ausgewiesener Anteil zwischen 15 bis 55 Prozent an die Programme weiter gegeben werden - und dies ohne Extrakosten”,
sagte der Mitgründer des Portals “The Care Club”, Jochen Holtrup.
“Der Verbraucher kann aus verschiedenen und extern geprüften Projekten sein Projekt auswählen.”
Hersteller und Zwischenhändler schütten Gewinn aus
Hersteller und Zwischenhändler würden beim neuen Projekt auf Teile ihrer Gewinnmarge verzichten und profitierten vom Imagegewinn, berichteten die Organisatoren von Charity-Shops. Produktpartner müssen faire und umweltgerechte Produktionsbedingungen nachweisen. Zum Einstiegssortiment gehören Haushaltswaren von Designerfirmen und Geschenkartikel. Käufer können aus einer Liste von Hilfsprojekten auswählen, und ähnlich wie bei guten Tantiemenmodellen wird auch hier das Geld, das normalerweise in Zwischenhändler fliesst, zu 100 Prozent weitergereicht. Das sind vom Kaufpreis gesehen oftmals bis zu 60%, denn ein Produkt in der Herstellung kostet bei weitem nicht das, was es im Fernsehen bunt angepriesen wird…
Care Club statt Spendengalas
Das Besondere an der Idee des “Care Club” sehen die Gründer in der “einfachen Integration von Verantwortung in den Alltag”. Unter dem Leitbild des “Sozialen Unternehmertums” verknüpfe man karitative Zwecke mit wirtschaftlichen Prinzipien. “Die Spendensammler- und Fundraising Szene in Deutschland ist sehr verstaubt”, kritisierte Holtrup, der gelernter Hotelfachmann ist. “Da gibt es entweder den üblichen Aufruf zu Weihnachten mit dem Kind, das traurig aus dem Müll guckt; oder diese Spendengalas, die das Doppelte dessen kosten, was sie an Spenden einbringen.”
Kunst und Kommerz kombinieren
Kern-Idee sei es, soziale Projekte mit Gesetzen der Marktwirtschaft zu versöhnen. Vergleichbar ist dies mit dem Ansatz, Kunst und Kommerz so zu kombinieren, dass nicht der Verkauf allein im Vordergrund steht, sondern der Mensch im Mittelpunkt steht. Natürlich muss bei guten Modellen auch ein Verkauf stattfinden, doch gute Tantiemenmodelle z.B. sind schon rein gesetzlich vom Heilmittelgesetz dazu verpflichtet, nicht einfach etwas zu verkaufen, sondern Menschen wirklich zu helfen. Dies sind Anknüpfungspunkte, die helfen, die Gesprächskurve von Charityshopping zu Tantiemen zu schlagen.
