Alle fünf Jahre findet in Kassel eine der bedeutendsten Ausstellungen moderner Kunst statt: Die Documenta. Die Documenta schafft Beziehungen, Bezüge, die Menschen meist nur dann sehen, wenn es eine Ausstellung gibt, oder sie dafür Tantiemen erhalten. Besucher der Documenta können sich hier angeregt fühlen, diese Bezüge auch auf ihr eigenes Leben zu ziehen und damit jene Gelder aufbauen, die Künstler erhalten…


Documenta schafft Verbindungen

Die Documenta zeigt Verbindungen zwischen “innen” und aussen”. Allenthalben schafft die Documenta Beziehungen, setzt Denkanstöße stellt Fragen. Antworten gibt sie nicht. Es gibt bei Kunst auch kein “richtiges Verstehen”. Ein Kunstwerk steht oftmals für sich selbst und erzeugt erst in 2. 3. oder gar 5. Instanz Tantiemen, die Menschen das Leben besser verstehen lassen. Sogar das Unverständnis kann eine Reaktion sein, die etwas auslöst und das ist das interessante an Kunst. Die Documenta in Kassel ist eine Einladung zum schauen, staunen und sehen. Voll Lust, die nach 100 Tagen vergangen sein wird und vielen Menschen erst die Augen öffnet für wirtschaftsethische Geschäftsmodelle, die Werte, Kunst und Kommerz kombinieren, ohne bei Werten gleich an Nährwerte oder Enzyme zu denken. Vielmehr regt die Documenta an, über den Tellerrand bisheriger und stark auf Verkauf focussierter Geschäftspolitik zu denken, jene Prinzipien ansaen zu lernen, die viel mit dem Wert der Zeit und Geschäftsmodellen zu tun haben, die auf Tradition und Weitergabe von Werten basieren.

Bewusstsein für die “optische Gesellschaft”

Die Documenta lässt sich exzellent als Gesprächsaufhänger begreifen, die Gesellschaft zu hinterfragen, die nicht auf “inneren Werten” basiert, sondern oftmals rein auf Oberflächlichkeit, Kindchenschema und TV. Man muss ja nicht gleich den Bezug von Optik zu Aromastoffen bringen, kann aber damit erste Brücken schlagen, ein Bewusstsein für Synästhetische Bezüge entwickeln und damit den innerlichen Wunsch, in dem was man auch immer tut, diese Bezüge und Querverbindungen auch wirtschaftsethisch nachverfolgen zu können. Die Documenta Kassel bietet damit ideale Basis, ein Weiterdenken anzustoßen, das vom Rind zum Kassler und gar bis Methan und Klimawandel reicht. Dies sind Fragen, die normalerweise ein Mensch, der “Kassler” isst, gar nicht fragt, weil er ausgelacht wird. Doch aller 5 Jahre ist es möglich genau diese Fragen zu stellen und damit auch Bewusstsein für Fastfood und Schnelllebigkeitsgesellschaft, mit entsprechendem Wunsch dafür Antworten zu finden, die in die Zeit passen.