Di 9 Jan 2007
Tantiemen für Kassiererinnen
Publiziert von hyperword under Wirtschaft
Kassiererer und Kassiererinnen kennen die Prinzipien von Fliessband und laufenden Dingen sehr genau… doch leider fliessen die Dinge, die da übers Band fliessen zwar durch ihre Hände, aber nur begrenzt durch deren Geldbeutel. Oftmals sind Kassierer so gestresst, dass sie gar nicht den Nerv haben, sich mit Modellen zu befassen, die den Fluss am Fliessband gegen die eigene Trockenheit im Portemonaie erhöhen…
Da wird es viele Kassierer freuen, wenn sie wissen, es gibt Modelle, die daran beteiligen, wenn ein Kunde die Wurst übers Fliessband zieht. Doch wieviel müsste die Kassiererin dem Wursthersteller zahlen, dass er eine Tantieme ausschüttet, für jede Wurst, die ja ohne die Kassiererin gar nicht in die Hände des Kunden käme? Hätte denn der Wursthersteller überhaupt ein Interesse daran?
Arbeitsplatzabbau in durch Automatikzahlsysteme
Das Interesse sieht ja heutzutage eher so aus, dass Arbeitsplätze von Kassiererinnen abgebaut werden, als dass neue geschaffen werden. Jerimy Rifkin, angesehener Wirtschaftsautor spricht schliesslich auch schon “vom Ende der Arbeit” durch Computer, Automatisierung und Co… Die meisten Kassierer sind einfach zu gestresst, um sich über Tantiemen Gedanken zu machen. Zunächst benötigen Kassierer vielleicht erstmal eine Nahrungsergänzung, die nicht nach Supermarktstandard hergestellt ist, da diese wieder für neue Ideen die Synapsen aufbauen kann… z.B. zu den Bezügen zwischen Fließband im Supermarkt und Autofahren zur Treibstofftankstelle…
Neue Ideen in der Abkassiergesellschaft
Kassierer müssen oftmals als Sündenbock herhalten für Geiz ist Geil Mentalität oder den Teuro. Dabei sind Kassierer nur das letzte Glied an der Kette vom Hersteller zum Kunden. Dinge wie TV-Werbung, Vertrieb, Transport, Lizenzgebühren oder Lohnnebenkosten bei der Herstellung von Artikeln beachten die wenigsten Verbraucher, wenn sie an der Kasse abkassiert werden. Kein Wunder, dass da viele gestresst sind, und wie die Kinder nur noch nach den Süßigkeiten in Augenhöhe von Kindern, kurz noch vor der Kasse, greifen… Ideen, die wirkliche Werte schaffen, in einer Gesellschaft, die nur auf bunt und süß setzt? Das ist eine Kunst, die wohl nur etwas kann, was ganz und gar nicht auf Verpackung, TV & Co setzt. Kassierer sind hier theoretisch das Bindeglied zwischen Verbraucher, der mündig sein könnte, direkt durch den Kassierer?
Direktvertrieb hilft er wirklich?
Es haben sich einigeWirtschaftsformen herausgebildet, die Kunde und Kassierer zusammenschalten. Dieses Prinzip nennt man “Direktvertrieb”. Das ist an sich schon ein gutes Modell, weil Kassierer hier direkt Kontakt zum Kunden haben, und somit auch Werte wie Preisstabillität, Ursache und Wirkung, Fairtrade vermitteln können. Doch hierbei muss der Kassierer oft selbst die Waren einkaufen, oder gar in der Garage horten, um sie dann an die Kollegen, der Nachbarin direkt zu verkaufen. Natürlich können dabei auch hochwertige Gespräche entstehen, doch letzlich ist es kaum anders als direkt an der Kasse im Supermarkt zu stehen… Denn auch hier tauscht der “”Kassierer” letzlich seine wertvolle Lebenszeit gegen einen Gegenwert, der sich Geld nennt. Da die wenigsten Menschen jedoch Verkäufer sind und auch nichts verkauft bekommen möchten, sind innovativere Modelle gefragt, die Kassierer nicht verkaufen lassen müssen.
Tantiemenaufbau ohne Kassierenmüssen
Modernere Formen des Warenflusses haben sich herausgebildet, die Kassierern ermöglichen, Tantiemen aufzubauen, ohne selbst an der Kasse sitzen zu müssen, noch an der Tür den Staubsauber anklingeln zu müssen oder verkaufen zu müssen. Diese Modelle ersetzen den Kasssierer direkt beim Hersteller, denn bei sogenanntem “Empfehlungsmarketing” kassiert UND liefert der Hersteller die Ware in einer Einheit. Das hat den Vorteil, dass kein Mensch etwas verkauft, sondern jeder Kunde direkt beim Hersteller bezieht und lediglich andere Kunden an den Hersteller heranführt. Und dieser zahlt die gesparten Werbekosten ganz einfach in Form von Tantiemen an die Empfehlungsgeber aus. Dadurch entsteht eine werteschaffende Win-Win-Situation für alle Parteien. Und man braucht noch nicht einmal Politiker zu sein, um in den Genuss zu kommen von Tantiemen, wie ein Bundeskanzler…
