Sa 3 Feb 2007
Tantiemen für Künstler
Publiziert von hyperword under Stoffe des Lebens
Künstler sind das klassische Beispiel für Menschen, die Tantiemen bekommen. Bisher war es so, dass, Künstler einen guten Mäzen oder Sponsoren haben mussten, der ihre Werke vermarktet. Dafür mussten sie 40% des Verkaufserlöses an den Galeristen abtreten. In Zeiten von Informationsgesellschaft entwickeln sich immer mehr Tantiemenmodelle, die hier nicht den einmaligen Verkaufserlös in den Vordergrund stellen, sondern das, was sich aufgrund eines Kunstwerks in gesellschaftliche Verbesserung münzt. Gut, wer dazu entsprechende Tantiemenmodelle aufbauen lehren lernt…
Anspruch des Künstlers an Verkauf
Kunst erhebt den Anspruch, keine Werbung sein zu wollen, sondern den Menschen anzuregen weiterzudenken. Dies wiederum erklärt, warum nur die wenigsten Künstler den Spagat zwischen Kunst und Kommerz wagten. Kein Künstler will seinen Markennamen ruinieren in dem er sich von z.B. einer Alkoholfirma sponsorn lässt. Zwar würden manch Bildmotive recht gut dazu passen, jedoch ist der direkte Schritt zwischen Werbung und Anspruch eines Bildes für viele Künstler nicht wünschenswert. Gerade Künstler, die ihre Karriere auf Wert und Image aufbauen, haben sehr leicht einen Ruf zu verlieren und daher sollte kein Künstler versuchen Tantiemen aufzubauen mit einem Konzept, das mit Verkaufen zu tun hat.
Brotlose Kunst?
Wer Künstler kennt oder selbst Künstler ist, der sollte auch bei Wirtschaftmodellen weiterdenken. Es wäre eine Abwertung für jeden Künstler, sich für ein Konzept mit “Verkaufenmüssen” herzugeben. Lieber lebt manch Künstler seine Ideen und stirbt brotlos, als dass er sich und sein Können in irgendeine Supermarkttheke stellt. Die Geschichte der Kunst hat für diesen Anspruch immer gute Sponsoren hervorgebracht, die Künstlern halfen, ihren Weg zu Hofe zu finden. Heutzutage sind durch Computertechnik Modelle möglich, Mäzen und Künstler in eine Einheit zu bringen und den Anspruch des Künstlers an Weiterdenken gerecht zu werden.
Weiterdenken in Ebenen
Gerade Künstler sind Menschen, die aus ihrer ureigensten Natur über mehrere Ebenen denken. Dies betrifft nicht nur die mehreren Ölebenen, Farbschichten in einem Bild, sondern auch die Bedeutungstiefe eigener Kunst. Jeder Künstler weiss, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als einfach nur Verkaufen, Künstler spüren intuitiv, dass es auch bei Wirtschaftssystemen Systeme gibt, die auf Wirtschaftsethik basieren. Und das genau kann einer von gutenAnsatzpunkten sein, Kunst und Kommerz in Einklang zu bringen.
Heranführungprozoess an laterale Interdisziplinarität
Ein Künstler, der sich und seiner Nachwelt Tantiemen auch schon in diesem Leben Tantiemen aufbauen möchte, der sollte die Prinzipien von “lateralem Denkprozessen” schätzen und empfehlen lernen. Künstler wissen, dass das Schulsystem eher “isoliertes Fachwissen” vermittelt, nicht aber die interdisziplinären Verknüpfungen herstellt. Diese Beziehungen aber, sind es letztlich, die gerade ein Künstler in seinen Bildern darstellt. Jeder Künstler ist ein gemachter Unternehmer, wenn wenn er diese Beziehungen in einen sinnvollen ethischen interdisziplinären Zusammenhang stellt. Ein Künstler braucht sich meist nicht aus eigenen Zwängen befreien, sondern kann gemeinsam mit einem guten Sponsor überlegen, welche Interpretationen er vermitteln mag, die ihm und seinem Weltbild an Wirtschaftsethik entsprechen.
Tantiemenmodelle zur Heranführung an “Stoffe des Lebens”
Beispiele zur Heranführung an Stoffe des Lebens erwachsen aus den Energien, die ein Künstler in seinen Bildern überträgt. Sind es eher neblige Inhalte, dann kann ein guter Sponsor dem Künstler helfen, diesen NEBEL einfach mal in umgekehrter Buchstabenreihenfolge als LEBEN vermitteln und dem Künstler dabei helfen bei Gesprächen entsprechende Interpretationen darbieten zu können. Aus den daraus entwickelnden Gesprächen kann der Künstler in Kombination mit einem sinnvollen Konzept sehr gut Menschen finden, die erstens seine Kunst schätzen lernen und zweitens auch fragen werden, welche Antworten konkret der Erschaffer eines Werkes denn auf die aufgeworfenen Fragen habe… Diese Antwort sollte auch wiederum nicht direkt stattfinden, sondern kann über einen mehrstufigen Heranführungsprozess zu dem führen, was Menschen im eigentlichen und WESENtlichen wirklich beim Betrachten von Werten interessiert: Die Kurve zu schlagen zu eigenen Lebensinhalten… Ein guter Sponsor kann hier aufzeigen, helfen, wie ein Künstler seine aussagebringenden Fähigkeiten zu einem erblühenen Enzymprozess bringen kann.
