Das Gewisse Etwas ist etwas, was man nicht mit ein paar Worten beschreiben kann. Es ist etwas was man spürt oder nicht. Wie so oft im Leben spürt man dieses Plus nicht direkt, sondern vielmehr auf den zweiten Blick. Wer dieses Plus in sich selbst weckt, kann dies auch in anderen Menschen entdecken und damit seinem Weg zu Tantiemen guten Boden bereiten…

Geheimnis des Charmes

Tantiemen durch Charme und Charisma gedeihen zu lassen, ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen zur Blüte kommt. Wer jedoch weiss, dass er lediglich Ausschau nach Menschen, die lächeln tun muss, der ist schon ziemlich weise. Denn es nützt nichts, negative Menschen umzustülpen, man kann selbst lächeln und schauen, ob ein ehrliches Lächeln zurückkommt, doch wo viel verschüttet ist, ist manchmal viel Arbeit zu leisten, Menschen wieder Perspektiven aufzeigen zu können.

Ähnlich wie man nicht von heute auf morgen übergewichtig oder schlank wird, so ist es auch bei Charisma. Man kann Charisma lernen, wenn man sich Menschen anschaut, die Charisma haben. Charisma hat viel mit intimen Geheimnissen zu tun, die man hier an dieser Stelle nicht sagen darf. Wie vieles im Leben gilt auch für Charisma “Das beste gibts nur auf Empfehlung” und so wird Charisma Charme und Co nur von denjenigen genährt, die selbst welches haben. Es ist keineswegs angeboren, sondern kann durch auch an der eigenen Ausstrahlung kann man arbeiten.

Stars mit Charme und Esprit

Der verstorbene Papst hatte es, Mick Jagger hat es, aber auch Karl Lagerfeld oder Schauspielerinnen wie Annette Bening oder Senta Berger. Charisma. Diese ganz bestimmte Ausstrahlung, die nichts mit Schönheit zu tun haben muß. Eben das gewisse Plus. Schaut man dagegen in die U-Bah, so stellt man fest, dass 95% aller Menschen ihre Arbeit nur tun, um ihre Wohnung zu zahlen, aber ohne Charme. Klaro, weil ihnen der Chef druck macht, das Unternehmen nicht gehört und weil wohl die Kantienenernährung nicht gerade von feinstem ist…

Charisma nähren

Der Begriff Charisma stammt vom griechischen chárisma, was soviel wie (göttliche) Gnadengabe bedeutet. Umgangssprachlich versteht man darunter heute eher die Ausstrahlungskraft eines Menschen. Und jetzt kommt die gute Nachricht: An der kann man arbeiten und damit privat und beruflich auch souveräner auftreten. Charisma hat viel mit der eigenen Körperhaltung und Verfassung zu tun. Hier spielt z.B. auch eine Rolle, welche Meinung Menschen zu Qualitätskriterien bei Nahrungsergänzung haben. Denn wer hier bei Enzymen schon wahllos, dem kann wohl Charisma erst recht nicht gedeihen.

Charisma und innere Einstellung

Doch Charisma hat nicht nur mit physischen Einnahmen zu tun. “Viele halten es fast für unmoralisch, am Charisma zu arbeiten. Man hat’s demnach, oder man hat’s nicht”, sagt Wolf W. Lasko, Chef des Coachingunternehmens Winner’s Edge aus Leichlingen im Bergischen Land. “Aber das stimmt nicht. Charisma hängt von der inneren Einstellung ab.”

Nikolaus B. Enkelmann aus Königstein, Grandseigneur der deutschen Motivationstrainer, stimmt dem zu: “Die Behauptung, Charisma sei ein Geschenk der Götter, ist eine Lüge, um andere klein zu halten.”

Charisma durch Erzeugen von Brillianz

Ähnlich wie es bei Kohlenstoff Kohlenhydrate oder Diamanten gibt, gibt es auch bei Ausstrahlung verschiedene “Masseanziehungsgesetze”. Je dichter, strukturierter und anziehender ein Stoff, desto größer Ausstrahlung und Anziehung könnte man sagen. Für Michael A. Reiter, einem Persönlichkeitstrainer, sind eine entspannte Körperhaltung und ein harmonisch pulsierender Herzschlag die Basis für eine positive Ausstrahlung. Nikolaus B. Enkelmann beschreibt Charisma als Kunst, sich “weich durchzusetzen”, andere nicht mit Druck zur Gefolgschaft zu bewegen, sondern durch den “Sog” der eigenen Persönlichkeit. Wie das nicht funktioniert, ist einigermaßen klar: Wer mit Körperhaltung, Blick und Stimme Unsicherheit ausstrahlt, ist das Gegenteil von charismatisch. “An unruhigen Augen und einem hohen Tonfall erkennt man Nervosität sofort”, sagt Enkelmann.

Auf sein innerstes Selbst besinnen.

Seriöse Coaches halten wenig davon, sich solche Fehler in Rhetorikkursen einfach abtrainieren zu wollen. “Sich etwas von anderen abzugucken, ist der falsche Weg”, warnt Lasko. Besser ist da schon, sich auf sein innerstes Selbst zu konzentrieren und allein schon durch bewussteren Umgang mit Nährstoffen mehr Selbstbewusstsein zu erfahren.

Eigenen Zielen folgend

Charismatische Menschen wirken gerade deswegen bezwingend, weil sie keinen Konventionen, sondern ihren eigenen Gesetzen folgen. Wer es dahin bringen möchte, muß sich zunächst als autonome, selbstverantwortliche Persönlichkeit begreifen. “Viele schieben alles auf die böse Umwelt, den bösen Chef, die böse Konjunktur”, sagt Lasko. “Das ist eine Einstellung, mit der man sich selbst verhindert.”

Synergie aus persönlicher und fachlicher Kompetenz

Für Lasko geht es darum, mit Leidenschaft hinter einer Aufgabe zu stehen, auch wenn diese vielleicht nur “zu 79 Prozent” den Wunschvorstellungen entspricht. Fällt die Bilanz negativ aus, sollte man den Mut haben, sich umzuorientieren. “Andere merken sehr schnell, ob jemand mit ganzem Herzen bei der Sache ist.” Eines ist für Lasko aber klar: Charisma kann sich nur entfalten, wenn persönliche und fachliche Substanz dahinter steckt, und hier gilt es, die eigenen Stärken zu erkennen und weiter zu entwickeln.

Charisma und Komplimente

Die Persönlichkeitstrainerin Regina Först läßt zu Beginn ihrer Ausstrahlungskurse zwei Zettel beschriften: einen für die positiven, einen für die negativen Eigenschaften. “Der zweite fällt in der Regel viel voller aus.” Es folgt für die Teilnehmer eine mitunter peinigende Übung. Först nennt sie “Her mit den Komplimenten!” Wer mit Komplimenten nicht geizt, kann hier guten Dank erfahren und dadurch perspektivisch auch Tantiemen aufbauen. Natürlich kann man dies nur vermitteln, wenn man selbst schonmal Komplimente gemacht hat. Man kann auch jemanden ansprechen in Hinblick auf seine Komplimentenfähigkeit und ihn fragen ob er interessiert ist, sich daraus ein Tantiemenmodell aufzubauen.

Flirten der Schlüssel zu Charme

Wenn die Betroffenen das Positive an ihrer Ausstrahlung schon nicht selbst erkennen, müssen es die anderen für sie tun. Das Erkennen der eigenen Stärken, so schwer es auch am Anfang fallen mag, löst bei den Teilnehmern nach Försts Beobachtung etwas Erstaunliches aus: einen regelrechten “Flirt mit sich selbst”. Wer flirten kann, der ist bestens geeignet Tantiemenmodelle kennen und schätzen zu lernen.

Lästern Gift für Charme

Wer bisher nur auf seinen “dicken Bauch fixiert” gewesen sei, lerne, sich für sich selbst zu begeistern und schöpfe daraus auch die Kraft, seine Schwächen gezielt zu bekämpfen. In der Folge höre auch das leidige Schielen auf andere auf, sicheres Zeichen für ein gestörtes Selbstbild. “Wer über andere lästert, redet in Wahrheit immer über sich selbst”, sagt Först. Wer lästert ist auf keinen Fall für weiterdenkende Tantiemenmodelle geeignet und braucht erst gar nicht angesprochen werden. Lästern ist eine Last, die sich nicht lohnt bei Partnern mit herumschleppen zu lassen.

Körpergefühl, Geradesitzen, Geradestehen

Für Michael A. Reiter ist das Körpergefühl der Schlüssel für das Ausbilden von Charisma. Für den Trainer, der einen ganz eigenen, “indirekten” Ansatz verfolgt, macht eine verkrampfte Körperhaltung nicht nur einen nachteiligen Eindruck auf andere. Sie wirke auch auf das psychische Erleben zurück. In hochgezogenen Schultern, einem schiefen Kopf oder einem hektischen, getriebenen Gang drücken sich demnach innere Blockaden aus. Wer sie auflöst, setze vorher gebundene Energien frei. Ziel der Haltungs- und Atemübungen, die Reiter in seinen Kursen und dem Buch “Ihre Ausstrahlung” lehrt, ist ein zentriertes Stehen und Sitzen “entlang der Fallinie”. Das sei aber nur durch aufmerksames Einfühlen in den Körper, nicht durch willentliche Anstrengung zu erreichen.

Höhere Bewusstseinsebene

Daß man in seltenen Fällen charismatische Menschen mit krummer Körperhaltung trifft, räumt auch Reiter ein. Die aber hätten kraft ihrer starken Persönlichkeit bereits eine höhere Bewußtseinsebene erklommen. Bestes Beispiel ist wiederum der verstorbene Papst, der nie charismatischer wirkte als in seinen letzten, gebrechlichen Jahren. Die Kirche hat es übrigens über Jahrhunderte bestens verstanden, die Gesetze von gutem Stil für sich zu nutzen. Mittelalterliche Malerei ist nur ein Teil dessen, wie man mit einer Aura versucht hat, dem Geheimis des Charmes ein Antlitz zu verleihen… Gut, wer durch eine höhere Bewusstseins ebene ein Konzept lehren lernt, bei Ansätzen von Charme zu sagen: “Ich sehe, Sie sind erfolgreich, darf ich Sie einladen, daraus etwas zu machen?” Und dann in einem hochwertigen Gespräch die Kurve gelingen zu lassen zu nachhaltigem Charisma.

Buchempfehlungen zu Charisma

Nikolaus B. Enkelmann: “Charisma”, mvg Verlag,
Wolf W. Lasko: “Charisma”, Goldmann,
Michael A. Reiter: “Ihre Ausstrahlung erkennen, entwickeln und gezielt einsetzen”, Haufe
Regina Först: “Ausstrahlung”, Kösel